Fr
27
Nov
2009
Völlig enttäuscht vom Wahlergebnis bei den Personalvertretungswahlen zeigte sich der Bundesvorsitzende des SLÖ, Reinhard Dumser, bei einem Gespräch mit Lehrerfunktionären.
Nach einer ersten Analyse meinte der Bundesvorsitzende: "Natürlich sind für das Wahlergebnis auch Fehler bei der eigenen Arbeit zu suchen. Letztendlich aber überwiegt mit Sicherheit das Verhalten von Bundesministerin Schmied und Bundeskanzler Faymann gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern, wenn es um die Erklärung des Wahlergebnisses geht."
Für den SLÖ Vorsitzenden ist klar, dass in Zukunft lehrerfeindliche Äußerungen seitens der Regierungsmitglieder nicht mehr einfach hingenommen werden können. Es geht darum, die hervorragende Arbeit der österreichischen Lehrerinnen und Lehrer zu betonen und nicht durch Sätze wie "Halbtagsjob" oder "reformfeindlich" permanent in einem negativen Licht erscheinen zu lassen.
Insbesondere die letzte Aussage von BMn Schmied zum Thema Ausbau der ganztägigen Schulen: "Ich werde den Ausbau auch gegen den Widerstand der Lehrer/Innen vorantreiben" war für Dumser
überflüssig. Die Bereitschaft für den weiteren Ausbau haben die Lehrerinnen und Lehrer in den letzten Jahren insbesondere in Wien bewiesen.
Die Verantwortlichen in der SPÖ, speziell ihr Parteivorsitzender, sollten am Ausgang dieser Personalvertretungswahlen deutlich erkennen, dass bei Fortsetzung dieser Politik der Verunglimpfung
gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern mit keinem weiteren Wahlsieg zu rechnen sein wird.
Weiters forderte Dumser vor den SLÖ Funktionären, dass es so rasch wie möglich zu einer Aussprache zwischen Bundesministerin Schmied, Bundeskanzler Faymann und den verantwortlichen
Funktionär/Innen von SLÖ und FSG kommt, damit der zukünftige Weg gemeinsam entwickelt werden kann. Nur wenn die Partnerschaft zwischen Schule und Politik funktioniert, ist auch die Umsetzung von
schulreformatorischen Maßnahmen möglich. Anders wird das nicht gelingen.
Dumser abschließend: "Wir brauchen motivierte Lehrer/Innen und nicht Lehrer/Innen, die permanent durch diffamierende Aussagen in Misskredit gebracht werden und deshalb skeptisch bis ablehnend der
Bundespolitik und den notwendigen Reformen gegenüber stehen.